Unser Gemeindeprojekt „Avicres“ in Nova Iguacu-Brasilien

Seit nunmehr 30 Jahren hat unsere Gemeinde ein Partnerprojekt in Brasilien übernommen. Zur Zeit, als Pastor Stüsser in Junkersdorf leitender Pfarrer war, ergab sich durch die Vermittlung des damaligen Pastoralreferenten Krey ein Kontakt zu dem brasilianischen Bischof Dom Adriano Hypólito. Dieser hatte den deutschen Theologen Johannes Niggemaier als Lehrer ans Priesterseminar von Nova Iguacu, einer Diözese nördlich von Rio de Janeiro, berufen. Nun wurden Pfarreien gesucht, die bereit waren, durch regelmäßige Spenden und Kontakte die Aufbauarbeiten in dieser Gegend mit zu finanzieren. Johannes Niggemaier und Bischof Adriano nahmen Kontakt auf, berichteten unserer Gemeinde von ihrer Arbeit, die sich zunächst aus Sattwerden der Kinder konzentrierte, und fanden in unserer Gemeinde Unterstützung und Resonanz.

Gleichzeitig gründeten Freya Eisemann und Jutta Wedekind unsere bis heute aktive  Eine-Welt-Gruppe, die durch den Verkauf von fair gehandelten Waren ihren Verkaufserlös nach Brasilien spenden konnte.

In Brasilien wurde nun die „Avicres“ – Associao Vida no Crescimento e na Solidariedale – Gemeinschaft für das Leben, damit es wachse in Solidarität – gegründet. Die zugleich auch in Paderborn ihre Partnerorganisation gründete: Brasilieninitiative Avicres e.V. Von dort aus konnte der Kontakt zu den deutschen Unterstützergemeinden gut gehalten werden.

Um die ärmsten der Armen kümmert man sich dort

„Unsere Favela sind unsere Kinder, Jugendlichen und Obdachlosen, die aus schrecklichen Verhältnissen kommen und jetzt in unseren Heimen, Kindertagesstätten und in der Landwirtschaftsschule sind“ (Joh. Niggemaier).

Einrichtungen der Avicres (Stand 2014):

  • Creche – die Kindertagesstätte
  • Posto de Saúde – Gesundheitsposten
  • Abrigo – das Heim (für Straßenmädchen und -jungen)
  • Bijuteria – die Schmuckwerkstatt
  • Costura – die Näherei
  • Pequeno Lavrador – die Landwirtschaftsschule
  • Marcenaría – die Schreinerei
  • Cursos de Formacao – die Ausbildungskurse in Zusammenarbeit mit Kolping do Brasil
  • Casa Kolping – das Gästehaus
  • Padaría – die Bäcjerei mit Mittagstisch
  • Casa de alscolhida – die Aufnahmehäuser
  • Guaraní – Freundschaft mit den Ureinwohnern

Inzwischen sind noch andere Projekte hinzugekommen, eine Musikgruppe, die vor einigen Jahren durch die Kollekte unserer Kommunionkinder beim Kauf von Instrumenten unterstützt werden konnte, eine Gartengruppe, die Gemüse und Obst für den eigenen Verzehr anbaut.

Die schwierigen politischen und sozialen Verhältnisse  in Brasilien machen es notwendig, immer wieder neu zu denken, was gerade besonders fehlt, wer besonders Unterstützung braucht.

In der Avicres können sich junge Leute auch für ihren Freiwilligendienst bewerben.

 

Weitere Informationen auch im Internet: www.avicres .de

 

Wir, als verantwortliche Eine-Welt-Gruppe in Junkersdorf, die schon seit vielen Jahren mit der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde  zusammenarbeitet, würden uns sehr freuen, wenn unser Gemeindeprojekt und unsere Arbeit, wieder mehr das Interesse der Gemeinde finden könnte.

 

Auch heute ist es sehr aktuell, sich beim Kauf von Waren dafür zu interessieren, unter welchen Bedingungen und Auswirkungen auf Menschen und Umwelt, die Waren entstanden sind. 

Die zehn für den Fairen Handel verbindlichen Prinzipien lauten:

  1. Chancen für benachteiligte Produzenten
  2. Transparenz und Rechenschaftspflicht
  3. Faire Handelspraktiken
  4. Faire Bezahlung
  5. Keine ausbeuterische Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit
  6. Versammlungsfreiheit, keine Diskriminierung und Geschlechtergerechtigkeit
  7. Gute Arbeitsbedingungen
  8. Aus- und Weiterbildung
  9. Förderung des Fairen Handels
  10. Schutz der Umwelt

 

Zur Zeit können Sie unser großes Kunsthandwerkssortiment in der Alten Dorfkirche in Junkersdorf in Augenschein nehmen. 

Die Lebensmittel -Kaffee, Tee, Schokolade, Nüsse, getrocknete Früchte, Riegel, Reis, Zucker, Tomatenprodukte, Nudeln, Quinua, Linsen, Honig, Marmeladen, Kräuter und Gewürze, Wein, Rum, Spirituosen sind im Eine-Welt-Schrank in der Kirche untergebracht.

Ganz aktuell gibt es Mund-Nasenschutz aus Bio-Baumwolle, die in Kenia gefertigt werden. Für jeden hier verkauften MNS wird in Kenia ein weiterer an eine bedürftige Person abgegeben.

 

Bitte melden Sie sich bei Interesse an dem Projekt, an den Waren bei:

Ulrike Metternich: Telefon Köln 9468085 oder per mail: nc-wolffmul@netcologne.de


(zum Download bitte Button anklicken)