Kirche Christi Auferstehung, Köln-Lindenthal © Hélène Binet, Courtesy Ammann//Gallery/Köln

 

 Liebe Gemeindemitglieder,

 

im hohen Alter von 101 Jahren ist der Architekt Gottfried Böhm, der auch unsere Christi Auferstehungskirche erbaut hat, gestorben. Vor einigen Jahren habe ich mit ihm einen ganzen Nachmittag allein in dieser Kirche zugebracht. Still haben wir in einer Bank gesessen. Nach langer Zeit stand Gottfried Böhm auf und sagte zu mir: „Es ist ein großes Geschenk eine solche Kirche bauen zu dürfen“. 

 

An diesen Satz musste ich denken als mich die Nachricht seines Todes erreichte. Damals habe ich das im übertragenen Sinne auch für mich so empfunden. Auch für mich war es immer ein Geschenk „Kirche zu bauen“. Inzwischen steht aber ein weiterer Satz: „Kann dieser Bau bestehen?“

Deutlich zeigen sich Schäden und Risse im Bild der Kirche. In der Begegnung mit Gottfried Böhm folgte eine Ergänzung: „…eine Kirche, die so mitten unter vielen Kindern und jungen Menschen steht“. Für Böhm war ein Kirchenbau immer ein Ort des “Kommens und Gehens“, - immer auch ein Ort des "Weges". Damit gibt er uns auch ein Zeichen: Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie da steht, wo die Menschen sind. Dorthin gehören wir dann als Gemeinde, die dem Leben und der Bewegung der Menschen einen Raum schafft, um mitten im Leben nach Gott Ausschau zu halten. In dieser Kirchenarchitektur steckt Zukunft und Hoffnung. In diesem Sinne wollen auch wir weiter Kirche bauen.

 

Die aktuelle Lesung zum Sonntag finden Sie hier.

 

Bleiben Sie wohl behütet,


Ihr Pfarrer Fey