Foto: Rudi Berzl, Pfarrbriefservice
Foto: Rudi Berzl, Pfarrbriefservice

Liebe Besucher unserer Homepage,

 

wir leben in einer Situation, die uns ratlos zurücklässt. Fragen stellen sich: 

Macht die Pandemie nur eine Zwischenpause und was erwartet uns im Herbst?

Wann ist endlich Friede in Europa?

Bleibe ich gesund und bleibt meine Situation auch wirtschaftlich stabil?

Welche Zukunft haben unsere Kinder? 

Wonach sollen wir uns ausrichten? Wo ist wirklich Zukunft?

 

Am Ende ihres Weges mit Jesus und der ersten österlichen Begegnungen bleiben die Jünger ebenfalls mit ihren Zukunftsfragen alleine. In ihre Hilflosigkeit hinein bricht, so berichtet es uns die Heilige Schrift, die Begegnung mit einem Engel und dieser fragt im übertragenen Sinne: „Was sucht ihr? Nach was haltet ihr Ausschau? Eure Antwort und euer Auftrag in der Zukunft ist nicht im Himmel selbst. Schaut auf die Erde, auf die Menschen, die euch jetzt anvertraut sind und die mit euch Lebenswege gehen wollen.“

 

Das ist tatsächlich die Botschaft des Himmelfahrtsfestes. Es geht also nicht um einen „Himmelsblick“, sondern um unsere geschwisterliche Weggemeinschaft mit den Menschen dieser Zeit. Das ist zugleich auch eine Antwort. Zukunft und Lösung sind immer im Miteinander und im Losgehen, im Wege suchen und in Weggemeinschaft.

 

In diesem Sinne wünsche ich uns keine „Himmelfahrt“, sondern einen guten Erdenweg.

 

Ihr Pfarrer Fey

 

zum Gottesdienstplan

HINWEIS:

Im Zeitraum vom 13. – 27. Juni  haben Sie die Möglichkeit die Betriebsabrechnungsbögen der Gemeinde aus den Jahren 2018, 2019 und 2020 im Pfarrbüro einzusehen.

 Wenn Sie die Unterlagen einsehen möchten, melden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail im Pfarrbüro, damit wir einen Termin vereinbaren können.


 

Liebe Besucher*innen unserer Homepage,

 

wir haben unterhalb mehrere Verweise zu aktuellen Diskussionssituationen in unserer Kirche platziert. Seelsorger:innen, Mitarbeiter:innen und unseren Gremien ist es wichtig, dass wir eine Gesprächskultur entwickeln, die uns in geschwisterlicher Offenheit im Sinne des Glaubens Wege zeigen kann, wie wir heute Christ sein können. Als Pfarrer ist mir dabei das Heute wichtig. So verführerisch der Blick in die Zukunft ist und uns Skandale sowie Versagen in die Vergangenheit und ihre Aufarbeitung lenken, muss es uns um die konkrete Glaubens- und Lebenssituation heute gehen.

 

In den Evangelien löst das Wort „heute“ im Mund des Jesus von Nazareth Widerspruch, Lärm und Wut aus. Jesus geht es um sein konkretes Gegenüber und um Verletzungen, Unheil und Fragen der Menschen, die ihm konkret gegenüberstehen. Der Blick auf das „Heute“ ist damit der Blick auf das, was jetzt notwendig ist.

„Es war einmal“ so beginnen Märchen. „Es wird kommen“ ist unsichere Zukunftsprophetie. Im Gebetbuch des Alten Testamentes findet sich die Aufforderung: „Heute, wenn ihr seine Stimme (Gottesstimme) hört – verhärtet euer Herz nicht.“ (Psalm 95). 

 

Um die Offenheit für das Heute sollte es uns gehen und dazu laden wir ein. In den nächsten Wochen werden wir diese Einladung konkretisieren. Bis dahin sollten wir auf Psalm 95 hören, der treffend über zweieinhalbtausend Jahre hinweg dazu auffordert: „Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! Verhärtet euer Herz nicht.“

 

Ihr Pfarrer Fey