Bild: © M.Meisen

6.10.22

 

Liebe Besucher:innen unserer Homepage,

 

die Wallfahrt zum hl. Wendelin und die damit verbundene Kirmes ist eine alte Tradition. Bis heute hat sich in Köln für diese Wallfahrt der Ausdruck „noh Müngersdorp jon“ erhalten. Heinrich Böll, lange Jahre selbst Müngersdorfer, erzählt von dieser Wallfahrt als einen wichtigen Höhepunkt des Jahreskreises. 

Bisher ist es uns gelungen diese Tradition nicht nur zu pflegen, sondern durch viele Angebote lebendig 

zu halten. So lade ich auch dieses Jahr herzlich dazu ein, „noh Müngersdorp zo jon“. 

 

Die Wallfahrtswoche beginnt mit einem ersten festlichen Gottesdienst am 16.10. um 11.30 Uhr. 

Am Nachmittag ab 14 Uhr sind Großeltern und Enkel zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen.

Die Wendelinus-Oktav ist immer auch eine gute Gelegenheit, über kulturelle und religiöse Fragen ins 

Gespräch zu kommen. Am Montag, den 17.10., können wir dies in der Auseinandersetzung mit dem Film 

„Die Brücke von San Luis Rey“ nach dem Roman von Thornton Wilder tun. Der Film berührt die Frage 

von Schuld und Schicksal und konfrontiert uns mit unseren eigenen Lebensperspektiven.

Am Mittwochabend blicken wir mit der ehemaligen Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner in ihr 

neuestes Buch und damit auf unseren Melaten-Friedhof.

 

Der hl. Wendelin ist, vor allem in Süddeutschland, Patron der Haustiere. So lade ich alle Kinder und Erwachsene zur Tiersegnung am Dienstag, den 18.10., ein. Der eigentliche Wallfahrtstag ist der Gedenktag des hl. Wendelin am 20.10., den wir mit besonderen Gottesdiensten begehen wollen. Und wie es sich für eine anständige Wallfahrt gehört , gibt es auch die Einladung zum Beisammensein mit „Speis und Trank“.

 

Der Ausdruck, der uns nach Müngersdorf einlädt, ist in der Kölschen Tradition mit dem Zusatz verbunden „…bütze jon“ verbunden. Wenn damit auch das Küssen der Reliquie gemeint war, haben die Pilger, die bis zum 2. Weltkrieg zu Tausenden nach Müngersdorf kamen, die Wallfahrt auch genutzt, um Bekanntschaften zu schließen und vielleicht ein erstes Mal Kontakt aufzunehmen. Und wenn der hl. Wendelin besonders gnädig auf dem Himmel heraus gewirkt hat, gab es ein Küsschen. Diesen Segen erbitten wir auch in diesem Jahr und laden ein zu „Liebe gewinnt“ – Segnungsgottesdienst für alle Verliebte am Samstag, den 22.10., um 18 Uhr.

 

Am Sonntag, den 23.10., ist unser Festhochamt mit der Einführung der neuen Messdiener unserer Pfarrei und anschließend ist Wendelinus Kirmes.

 

Zu diesem reichhaltigen Wallfahrts-Programm lade ich herzlich ein. Nach einer pandemiebedingten Pause ist dies eine gute Gelegenheit zu Begegnung und Gebet. Ich hoffe, viele Gemeindemitglieder nehmen diese Einladung an. Sie gilt aber über die Grenzen unserer Gemeinde in den Kölner Westen und die ganze Stadt.

 

Ihr Pfarrer Fey

 

Programm Wendelins Oktav im Überblick


 

 

 

 

 

Wir sind Hans-Günther Hinzen für seine jahrzehntelange treue Mitarbeit als Lektor und Kommunionhelfer dankbar.


Ankündigungen:

 

16.10.-23.10.22 

Wendelinusoktav mit Programm




 

Liebe Besucher*innen unserer Homepage,

 

wir haben unterhalb mehrere Verweise zu aktuellen Diskussionssituationen in unserer Kirche platziert. Seelsorger:innen, Mitarbeiter:innen und unseren Gremien ist es wichtig, dass wir eine Gesprächskultur entwickeln, die uns in geschwisterlicher Offenheit im Sinne des Glaubens Wege zeigen kann, wie wir heute Christ sein können. Als Pfarrer ist mir dabei das Heute wichtig. So verführerisch der Blick in die Zukunft ist und uns Skandale sowie Versagen in die Vergangenheit und ihre Aufarbeitung lenken, muss es uns um die konkrete Glaubens- und Lebenssituation heute gehen.

 

In den Evangelien löst das Wort „heute“ im Mund des Jesus von Nazareth Widerspruch, Lärm und Wut aus. Jesus geht es um sein konkretes Gegenüber und um Verletzungen, Unheil und Fragen der Menschen, die ihm konkret gegenüberstehen. Der Blick auf das „Heute“ ist damit der Blick auf das, was jetzt notwendig ist.

„Es war einmal“ so beginnen Märchen. „Es wird kommen“ ist unsichere Zukunftsprophetie. Im Gebetbuch des Alten Testamentes findet sich die Aufforderung: „Heute, wenn ihr seine Stimme (Gottesstimme) hört – verhärtet euer Herz nicht.“ (Psalm 95). 

 

Um die Offenheit für das Heute sollte es uns gehen und dazu laden wir ein. In den nächsten Wochen werden wir diese Einladung konkretisieren. Bis dahin sollten wir auf Psalm 95 hören, der treffend über zweieinhalbtausend Jahre hinweg dazu auffordert: „Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören! Verhärtet euer Herz nicht.“

 

Ihr Pfarrer Fey