Prävention in unserer Gemeinde

Kontaktstelle in unserer Gemeinde:

Britt Lieber

Leitung Pastoralbüro

Leitung Familienzentrum

 


Durch die vielen bekannt gewordenen Missbrauchs-fälle innerhalb der Kirche, wie auch dem immer offeneren Umgang mit Fällen sexueller Übergriffe bis hin zum Miss-brauch in Gesellschaft und Medien überhaupt, hat sich die katholische Kirche entschlos-sen, dem Thema zu begegnen.

Möglichkeiten des Übergriffs sollen durch Qualitäts-

standards weitestmöglich begrenzt, Strukturen für einen

bewussten, offenen und sensiblen Umgang miteinander gestärkt sowie äußere Hilfsangebote veröffentlicht werden. 

 

Ein weiteres wesentliches Ziel ist, das Thema Missbrauch oder Übergriffe im Allgemeinen aus der Tabuzone zu holen und zu einem Thema des Austauschs zu machen. 

 

Diese Anordnung des Bistums ist verbindlich an den leiten-den Pfarrer gerichtet und Nachweise werden eingefordert.

 

Was bedeutet das Thema Prävention also konkret?

 

Das Bistum selbst nennt eine „Kultur der Achtsamkeit“ als Grundkonzept. Es geht, wie oben bereits beschrieben, in erster Linie darum, bewusst im Umgang mit anderen zu sein, hinzusehen, teilzuhaben, sensibel und rücksichtsvoll mit der Sicht oder dem Empfinden des anderen umzu-

gehen. Dieser charmante Ansatz verschwindet allerdings häufig hinter verschiedensten Herausforderungen des Alltags.

Dennoch tut es oft gut, wenn jemand den eigenen Gedankenstrang durch eine kurze, ernst gemeinte Frage nach dem eigenen Befinden unterbricht, und man selbst dem anderen plötzlich wieder neu ins Gesicht sieht. 

Dieses Gefühl zu erhalten und weiterzugeben ist die Basis dessen, was weiter entwickelt werden soll.

 

Zu den oben genannten Standards gehört etwa die Erstel-lung eines institutionellen Schutzkonzeptes.

Nach Fertigstellung wird es öffentlich zugänglich sein.

Seit November 2018 haben wir hierfür einen Arbeits-

kreis gegründet, an dem Vertreter verschiedener Gruppen unserer Gemeinde teilnehmen, und welches in Kooperation mit den verschiedenen Gruppen und Gremien der Gemeinde entstehen soll. 

Beispielhaft geht es dort um die Reflexion innerer Abläufe, Kommunikationswege und -möglichkeiten, örtlicher Gegebenheiten oder des Umgangs miteinander.

Ziel hierbei ist, jedem Mitglied, in unserem Fall besonders den Kindern und Jugendlichen, ein höchstmögliches Maß an Offenheit, Vertrauen und Sicherheit anbieten zu können.

 

Weiterhin werden Hauptamtliche wie Ehrenamtliche,

je nach Kontaktintensität zu Kindern und Jugendlichen, entweder von Referenten verschiedener Profession (etwa Psychologen, Sozialpädagogen…) auch hier vor Ort geschult, erhalten im Verlauf unserer Arbeit am Schutz-konzept Informationsmaterial, einen verbindlichen Verhaltenskodex und/oder reichen ein erweitertes Führungszeugnis ein.

 

Wir suchen in diesem Kontext noch engagierte Ehrenamt-

liche, denen dieses Thema ebenfalls am Herzen liegt, die vielleicht sogar Erfahrungen damit haben und die Lust hätten, eine zweitägige Multiplikatorenschulung zu ab-solvieren, um selbst gelegentlich Mitarbeiter hier vor Ort zu schulen – sehr gern aus dem pädagogischen oder psycho-logischen Bereich.

 

Des Weiteren hängen in unseren Kirchen und Kindertages-stätten Kontaktadressen kirchlicher wie freier Ansprech-partner aus.  

Ideen zur Stärkung unserer Kinder in Bezug auf Selbst-bewusstsein und -wertgefühl allgemein werden derzeit überdacht und besprochen.

Das Erzbistum hat für Interessierte die Broschüren „Sie sind unser größter Schatz“ sowie „Augen auf - Hinsehen

und schützen“ herausgegeben, die wir unten als Download zur Verfügung stellen.

 

Über die Entwicklung werden wir hier und im Pfarrbrief regelmäßig informieren. In diesem Sinne hoffen wir trotz vieler Aufgaben auf eine gute Zusammenarbeit und Ihre Unterstützung, damit unsere große Gemeinde immer weiter zusammenwachsen kann.

 

Es grüßen herzlich 

 

Dr. Wolfgang Fey

Pfarrer

 

Britt Liebler

Leitung Verwaltung/Pastoralbüro

 

Charlotte Lill

Präventionsbeauftragte



Informationsmaterialien vom Erzbistum Köln:


Kontaktstellen und Hilfe bei sexuellem Missbrauch/Verdachtsfällen:

www.hilfeportal-missbrauch.de/startseite.html (für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte)

 

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (Kinderschutz NRW)

Das Hilfetelefon ist ein Angebot des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Die Gespräche werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachberatungsstelle N.I.N.A. e.V. (Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen) geführt. N.I.N.A. trägt die fachliche Verantwortung für das Hilfetelefon. 

Telefon: 0800-22 55 530(kostenfrei und anonym) 

Sprechzeiten:
Mo, Mi und Fr: 09.00–14.00 Uhr
Di und Do: 15.00–20.00 Uhr 

 

Zartbitter Köln e.V.
Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen 
Sachsenring 2-4  • 50677 Köln 
Telefon: 0221 31 20 55 • Fax 0221 9 32 03 97 
E-Mail: 
info@zartbitter.de • www.zartbitter.de

 

LAG Wildwasser NRW (für Mädchen und Frauen)
c/o Wildwasser Bochum e.V.
An den Lothen 8  •  44892 Bochum
Telefon:0234 297666  •. Fax:0234 2970677 
E-Mail:
WildwasserBo@aol.com  •  www.wildwasser-lag.de

 

www.hilfetelefon.de

Gewalt gegen Frauen, auch Dolmetscher und Gebärdensprache

Telefon: 08000/116016