Offener Brief des Pfarrgemeinderates an Kardinal Woelki


Liebe Gemeindemitglieder,

 

in dieser weihnachtlichen Festzeit möchten wir uns mit einem Thema an Sie wenden, das alles andere als festlich ist. Doch gerade die Angesprochenen sollten sich bei diesem Thema auf die weihnachtliche Botschaft zurück besinnen. Wir sprechen hier vom Missbrauchsskandal der Katholischen  Kirche und insbesondere vom Umgang mit diesem im Erzbistum Köln.

Aus vielen Gesprächen mit Mitgliedern unserer Gemeinde wissen wir, wie sehr Sie dieses Thema berührt und aufwühlt. Die Schere zwischen der Basis und der Leitung unseres Bistums geht immer stärker auseinander und führt dazu, dass immer mehr Katholiken ihrer Kirche den Rücken zuwenden. Mit seinen Worten in der diesjährigen Christmette hat Kardinal Woelki einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan, hier müssen nun auch Taten folgen. 

Mit unserem offenen Brief an Kardinal Woelki möchten wir uns mit den vielen anderen Gemeinden unseres Bistums solidarisieren, die bereits ähnliche Botschaften an ihn gesendet haben. Wir wollen ein Zeichen setzen, ein Zeichen für Offenheit, Transparenz, Ehrlichkeit und gegen Machtmissbrauch.

Denn Kirche ist nicht nur der Papst, der Erzbischof und die Herren der Marzellenstraße, Kirche das sind wir alle. Und dass diese Kirche eine Zukunft hat, dafür wollen wir uns einsetzen und nicht schweigen, sondern den Finger in die Wunde legen.

 

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünsche für das neue Jahr

 

Christoph Bouillon

Vorsitzender des Pfarrgemeinderates St. Pankratius


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