34 Nach dem Krieg wies diese Kirche viele Schäden auf und war  zu klein geworden, sodass sie 1960-62 einem weiteren Neubau weichen musste. Als Architekt war Bernhard Rotterdam beauftragt worden, der zur gleichen Zeit zusammen mit Willy Weyres das Kurienhaus am Roncalliplatz baute.

Die neue Kirche entspricht dem Kirchenbau der frühen 60er Jahre: Im Außenbau ein schlichter Backsteinkubus über L-förmigem Grundriss mit vorgelagertem Atrium auf zierlichen Säulen. In die der Kreuzung zugewandten Ostfassade sind zwölf kleine und eine größere kreuzförmige Öffnung eingebrochen. Seitlich dieser Fassade ragt der 40 m hohe Glockenturm empor, der wie die Kirche durch geometrische Betonraster und kontrastierende Backsteinfüllungen gegliedert ist. Eine tragende Betonbinderkonstruktion gliedert und rhythmisiert den schlichten Innenraum. Gemeinde- und Altarbereich gehen ineinander über, erhalten aber aus gegensätzlichen Richtungen Licht, das durch zahlreiche, in die Betonraster eingelassene Fensterflächen farbig hereinströmt. Die abstrakt gestalteten Fenster stammen von Paul Weigmann.

Die weitere künstlerische Ausstattung stammt von Luise Hundgeburth aus Junkersdorf (Triumphkreuz, 1968) und Emilio Ritz (Kreuzweg, 1958). 1970 errichtete die Firma Josef Weimbs aus der Eifel die Orgel mit 30 Registern.

 

 

Alte Dorfkirche

35 Die alte Dorfkirche von Junkersdorf ist 1223 in einer Urkunde erwähnt, ein erster Kirchenbau bestand aber wahrscheinlich schon früher. Die schlichte romanische Saalkirche mit Westturm wurde mehrmals durch Renovierungsmaßnahmen und Erweiterungen stark verändert. Seit 1957 diente sie nur noch als Kindergarten, 1987 gestaltete man jedoch den ehemaligen Chor wieder zur kleinen Kapelle um. Am Ende des 19. Jh. nahm die Einwohnerzahl Junkersdorfs stark zu, und die alte Dorfkirche konnte trotz des Anbaues von Seitenschiffen nicht mehr genug Platz für die Gemeinde bieten. Daher weihte man 1908 einen neogotischen Neubau, den Dombaumeister Bernhard Hertel entworfen hatte.

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